KAUFEN – LESEN – HELFEN

 

3 Männer, 3 Mopeds, 3417 km amerikanische Straßen. 120 Seiten Abenteuer. 120 Seiten Amerika. 120 Seiten für die „Kids in Vietnam“.

Jedes Buch hilft. Schon drei verkaufte Bücher garantieren, dass über 120 Kinder insgesamt drei Mahlzeiten am Tag bekommen.

Es ist da – das Buch zur Mofareise durch die USA. 3417 km von New York bis New Orleans mit dem Mofa. Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit von 40 km/h “flogen” wir über die US-Straßen, trafen Menschen – sahen Prunk und Elend. Man gab uns ein Dach über dem Kopf, wir schliefen aber auch in zerschossenen Motelzimmern, wo man sofort einen Horrorfilm hätte drehen können. Wir sind durch Gewitter gefahren, Wasser bis in den Stiefeln und wir haben uns unsere Haut durch die Sonne verbrannt.

Das alles für die Kids in Vietnam – für www.StarsofVietnam.net.

 

 

Das Buch bekommt man hier und die 15 € pro Buch, gehen zu 100 % an die Kids in Vietnam:

Mayersche Buchhandlung – Hauptstraße 15 – 59755 Arnsberg-Neheim

Kaufhaus Schnückel – Massener Str. 2-8 – 59423 Unna

Mayersche Buchhandlung – Weststraße 75 – 59174 Kamen

Schreibwaren Willi Schulte – Mittelstraße – 59174 Kamen

Bücher Bachmann – Mährstraße 15 – 58239 Schwerte

Brautstudio Timm – Westfälische Str. 8 – 59174 Kamen

Juvelier Evers – Hauptstraße 44 – 59755 Arnsberg-Neheim

www.Moped-Garage.net

www.Way-of-Ella.com

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„Way of Ella“ – Das Buch zur Reise durch die USA

Es ist da – das Buch zur Mofareise durch die USA. 3417 km von New York bis New Orleans mit dem Mofa. Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit von 40 km/h “flogen” wir über die US-Straßen, trafen Menschen – sahen Prunk und Elend. Man gab uns ein Dach über dem Kopf, wir schliefen aber auch in zerschossenen Motelzimmern, wo man sofort einen Horrorfilm hätte drehen können. Wir sind durch Gewitter gefahren, Wasser bis in den Stiefeln und wir haben uns unsere Haut durch die Sonne verbrannt. Das alles für die Kids in Vietnam – für www.StarsofVietnam.net.
Jetzt kann man unsere Tour in Händen halten. Viele nicht veröffentlichte Bilder und Texte. Der Erlöß aus dem Buch geht zu 100% an die Kids in Vietnam.
Rennfahrerlegende Jochen Maas hat schon ein Exemplar.
Pro Buch 15 €, plus 2 € Porto incl. Verpackung. Ab 3 bis 5 Bücher: 4,- € Porto incl. Verpackung. Bei größeren Bestellungen Porto/Verpackung auf Anfrage.
So funktioniert es:
Per Paypal:
paypal@starsofvietnam.net
Per Überweisung:
Stars Of Vietnam e.V. Sparkasse Mittelsachsen
IBAN : DE91 8705 2000 0190 0241 78
BIC : WELADED1FGX
WICHTIG: Immer Vermerk “WoE Buch” und vollständige Adresse angeben!
Es reicht nicht Joachim oder mir eine PM zusenden. Immer montags geht das Buch auf Reisen.
Demnächst wird es das Buch auch u.a. in Schwerte, in Kamen Heeren-Werve sowie auch über die Moped-Garage zu kaufen geben.
DENKT DARAN: Das Geld geht zu 100% an die Kids in Vietnam …

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„Way of Ella“ – Hockenheimring 2017 – 10 Jahre Moped-Garage

Ein tolles Wochenende stand an. Bruder Joachim und ich hatten eine Einladung der „Moped-Garage“ bekommen – 10 Jahresfeier!

„Frau Ella“ und „Rusty“ auf den Hänger und ab – Ziel Hockenheimring. So etwas habe ich noch nie gesehen – eine völlig andere Welt. Trailer an Trailer, die Luft roch nach einem Mix aus Benzin und Chanel No 5. Autos, dafür kannst Du Häuser bauen.

Auf dem Dach der Boxengasse – da wo sonst die Promis Schampus und Kaviar zu sich nehmen – stand ein altes Karussell, Hau den Lukas, Stände mit Lederartikel von Andreas Mannheimer, Blechschilder und eine Bühne. Mittendrin das Festzelt der Moped-Garage und daneben wir – die Bergsteigerjungs. Norbert Erdinger, Chef der Moped-Garage, hat uns eingeladen – er hat das gesamte Projekt „Way of Ella“ unterstützt – es war uns eine Ehre dabei zu sein.

Wir hatten „unser“ Buch dabei – Premiere. Viele haben drauf gewartet und genau das merkten wir. Der Erlöß geht zu 100% an die Kids von „Stars of Vietnam“. Bestellungen ab nächste Woche. Infos folgen!

Prominenten Beusch hatten wir auch – Rennfahrerlegende Jochen Maas stand plötzlich vor uns. Hat von uns gehört und wollte mal schauen – welche „Typen“ hinter dieser USA-Nummer stecken. Wir haben uns sehr lange unterhalten und bekamen eine Einladung von ihm. An einer anderen Stelle dann mehr dazu.

Dann das Highlight. Die Ausfahrt. Eine Runde Hockenheimring! Über 100 Mofas und Mopeds nahmen an der Startline ihre Plätze ein – und dann gings los. Ungeschnitten das Video unten.

Der Tag klang hammermäßig aus. Auf der Bühne „Me & The Heat“ – eine geile Band. Nun sind wir wieder bei unseren Familien. Ach ja – Joachim hat auf dem Hockenheimring seinen 50.Geburtstag gefeiert – so muss das sein, macht nicht jeder!

„Frau Ella“ und „Rusty“ stehen nun bei der Moped-Garage in den heiligen Hallen und warten auf uns. Ende Mai ist die Familie in Sigmaringen. 100 Jahre Zündapp werden dort gefeiert. Wir reisen dann mit eoinem leeren Van an und holen nach der Party unsere Babys, die uns mutig 3417 km durch die USA gefahren haben nach Hause.

Noch ein Wort zu den Spenden und dem Bücherverkauf – einige 100 € sind dabei rumgekommen und echt coole Kontakte – es geht weiter – weiter für die Kids in Vietnam.

 

Unterstützerkonto:

Stars Of Vietnam e.V.
Sparkasse Mittelsachsen
IBAN : DE91 8705 2000 0190 0241 78
BIC : WELADED1FGX

Spenden über Paypal :

paypal@starsofvietnam.net

Das Geld wird zu 100% eingesetzt – OHNE Abzüge oder Gebühren ! Helfen Sie mit – damit jedes Kind eine Zukunft hat.

 

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„Way of Ella“ – Schloss Heeren

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Sonntag. Ich sitze hier in der KücheRocknRoll im Radio und Blues in meinem Herzen. Denke über gestern nach, Way of Ella im Schloss Heeren. Es war unglaublich! Das Trauzimmer war bis auf den letzten Platz voll. Joachim und ich haben es gehofft aber niemals damit gerechnet. Wir waren aufgeregt und die Gäste neugierig. Pünktlich um 19 h startete der multimediale Vortrag.

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Stimmen danach: Wow!Geile Geschichte.Ihr seid beklopptaber so richtig und ihr seid für arme Kinder gefahrenRespekt.Ich hätte nie gedacht, das es so aussieht in Vietnam.“ – „Wie kann ich Pate werden?“.

Bei Facebook fand ich folgenden Kommentar:
Mit so viel Andrang hatte wohl niemand gerechnet. Stühle mussten nachträglich aufgestellt werden und dennoch wurde trotzdem noch auf der Erde gesessen. Durch den Abend führtenwie immer witzig, sachlich und gekonntdie Brüder Lothar und Joachim Baltrusch. An dieser Stelle Gute Besserung für Werner Asmus. Ein Abend, der trotz des ernsten Hintergrundes (Hilfe für die durch Agent Orange geschädigten Kinder in Vietnam) auch wieder diese ganz spezielle Magie des Helfens, der Harmonie und der Nächstenliebe besaß. Danke den Initiatoren!!! Es stimmte wieder alles …
Stimmung, 👍 Ambiente, 👍 Location 👍 und Verpflegung
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Freier EintrittGetränke 2 € (kostenfrei von Getränke Risse/Schwerte zur Verfügung gestellt)Tinas Reibekuchen waren ein Gedicht. Die Location ein Traum!

Allen ein fettes DANKE! Und gerade eben habe ich die Einnahmen gezählt. Festhalten: 1935 €uro für die Kids von Stars of Vietnam. Darin enthalten drei gigantische Einzelspenden von zusammen 1150 €uro! Ich trinke gerade ein Bier auf die Unterstützer und Helfer.

(Bilder Petra Ch Bröker)

 

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„Way of Ella“ on Tour

„Way of Ella“ – Multimedialer Vortrag.

3 Männer, 3 Mofas, 3500 km durch die USA – von New York bis New Orleans.

Mit wilden 30 km/h über die US-Straßen. Charityfahrt für Kids in Vietnam.

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Mai/Juni „Liveschaltung USA“

25.-28. Mai 2017 – 100 Jahre Zündapp – 72488 Sigmaringen

20.-24. April 2017 – Hockenheimring – zum 10jährigen Jubiläum der Moped-Garage

13. April 2017 – 15 h – Seniorentagesstätte – Bahnhofstr. 51 – 59199 Bönen (Öffentlich)

20. Dezember 2016 – 18 h – JVA Schwerte – Grillstr. 1 – 58239 Schwerte (nicht öffentlich)

12. November 2016 – 19 h – Schloss Heeren – Heerener Str. 177 – 59174 Kamen

16. Oktober 2016 – 17 h – Ristorante Italia – No. 02 Thanh Binh Street / Thanh Binh Ward – Hai Duong City/Vietnam

02. Oktober 2016 – 11 h – Gartencenter Pötschke – Overberger Weg 11a – 58239 Schwerte

Veranstaltung buchen? Kein Problem – Kontakt zum Ella-Team

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Der Turm der Tränen

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Der letzte Tag. Diana und ich wollen zu Fuß einmal quer durch Hai Duong. Wir gehen durch die Gassen – viele unterschiedliche Gerüche, jeder Augenblick ist anders. Genauso wie die letzten Tage hier in Hai Duong. Wir treffen Menschen zufällig wieder, sie grüßen.

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Unsere Gedanken schlendern mit uns. Wir sprechen über die letzte Zeit, über Thanh, Hon, Han und Hang, Huyen, den Kids und über all die anderen. Wir sprechen über die Gefühle vor dem Start. Es gab sehr viel Freude aber es gab auch Schmerz den wir fühlten. Wir haben gelacht und manchmal auch geweint.

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Wir sitzen auf dem Turm der Tränen. Dort nicht alleine. Florian, der  Österreicher. Er schaut sich die Welt an. 19 Jahre ist er jung – hat familiär schon ordentlich Leben gelebt.

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Karoline, die Ergotherapeutin aus Innsbruck. Seit 5 Monaten verheiratet. Sie wäre lieber bei ihrem Mann – aber sie hat Jürgen versprochen hier zu helfen.

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Diana, meine Liebe. Immer für alle da – immer Vollgas, jedoch nicht immer für sich. Die Rechnung hat sie in Vietnam beglichen.

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Und ich. Fern der Heimat – dennoch at home. Die Menschen sind in einem Herzen.

Wir alle sitzen im Turm der Tränen Der Wind weht mal schwer, mal nur als ein Lüftchen. Wir erzählen uns unsere Gefühle, schließen ab mit dem Alten, machen Platz für das Neue. Nicht immer versteht man den Moment, wieso gerade jetzt dieses oder jenes passieren muss. Manchmal bekommt man Antwort manchmal keine. Trotzdem oder gerade deswegen macht das Leben einen Sinn. Es ist spannend, es fordert dich. Man kann aber auch auf dem Sofa sitzen und nix tun.

Geil ist – wenn man seine Lust am Leben mit anderen teilt. Dann bekommst Du nämlich eine Menge Leben zurück!

 

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Affenstarke Eindrücke – 12 Kids auf Dschungeltour

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Am Sonntag mal in den Zoo? Coole Idee, machen wir! In Deutschland ist das kein Problem. In Vietnam ein unglaublich großes logistisches Unterfangen. Die Vorbereitungen starteten lang vor unserem Besuch in Hai Duong. Genehmigungen, medizinische Tauglichkeit der Kinder, ein Auto mit einem guten Fahrer, Verpflegung vor Ort, Betreuer, Ablaufsplan, etc. Jürgen hat alles beisammen es konnte los gehen. 12 Kids on Tour und jede Menge Kotztüten. Viele hatten Magenprobleme, geschuldet den Straßen und Kurven. Die Kids sind an das Autofahren nicht gewöhnt. Bei jedem Stopp mussten die Tüten entsorgt werden.

Dennoch gab es, nach der langen Fahrt, erstmal etwas auf die Gabel – unglaublich.

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Ankunft im Cuc Phuong Nationalpark. Das Endangered Primate Rescue Center (EPRC) ist die erste und bisher einzige Rettungsstation für bedrohte Affen in Asien. Die Deutsche Elke Schwierz kümmert sich hier um die Tiere, mit Leib und Seele. Ohne sie würde hier wenig klappen.

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Die Primatenstation beschäftigt sich mit der Rettung hoch bedrohter vietnamesischer Affenarten. In der Station werden z.B. Panda- und Hatinh-Languren, Kleideraffen und Gibbons gehalten und nachgezüchtet. Einige dieser Primaten werden nirgendwo anderes auf der Welt in Menschenobhut gehalten und geschützt. Durch Forschungsarbeiten und Expeditionen konnten als ausgerottet geglaubte Affenarten wieder aufgespürt, sowie ihre Verbreitung und Bedrohung studiert werden. Diese Untersuchungen ergaben, dass unter den fünf bedrohtesten Affenarten der Welt mindestens drei vietnamesische Arten und weitere hochgradig gefährdet sind.

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Die Kinder waren – so wie Kinder sind – völlig neugierig. Alles wurde genau untersucht, daran gerochen, ganz nah ans Auge gehalten oder ans Ohr. Die Gerüche hier im Dschungel von Vietnam sind schon sehr beeindruckend. Keine Abgase, kein Müll, keine stickige Luft. Und auch die Geräusche sind anders als in der Stadt. Immer wieder brüllt ein Affe, schreit ein Vogel oder zirpen die Insekten. Eine unglaubliche Welt tat sich auf.

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Ein toller Tag geht für die Kids zu Ende. Sie fahren zurück ins Blindenhaus nach Hai Doung. Wir bleiben eine Nacht. Gehen ins Bett – der Dschungel erwacht.

(Fotos: Diana Otte)

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Huyen bye bye, das Kohlebild und unerträgliche Schmerzen

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Huyens letzter Tag. Frühstück. Es ist still. Ich habe sie gefragt ob sie sich freut auf zuhause oder ob sie traurig ist uns zu verlassen. Ein zaghaftes Lächeln war die Antwort. Um 12 kam das Taxi. Huyen wollte alleine zum Flughafen – ohne uns. Feuchte Augen, wenige Worte, wir fielen uns in die Arme. Sie stieg ein, das Taxi fuhr los. Wir sehen uns wieder, versprochen. Vom Flughafen aus kam eine Nachricht:

Good bye. Thank you so much. I love you!

Jürgen, Diana und ich fuhren zu Thanh. Er ist ein sehr begnadeter Künstler. Seit wir seine Bilder im Februar 2013 in der Rohrmeisterei vorgestellt und verkauft hatten, ging seine Karriere erst richtig los.

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Sein Gesundheitszustand wird momentan nicht schlechter. Das ist sehr sehr gut. Die Glasknochenkrankheit – bedingt durch das Entlaubungsmittel Agent Orange, verschlimmert sich nicht. Sein Körper ist steif wie ein Brett, seine Füße zerfließen nach außen. Schlägt das Wetter um, kommen die Schmerzen. Aber dieser Mann kämpft, lässt sich kaum etwas anmerken.

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Thanh wird von Stars of Vietnam umsorgt. Regelmäßig schaut man nach ihm und seine Familie. Touristen, die durch AEA-Reisen (Jürgens zweites Standbein) in das kleine Dorf kommen, lassen den einen oder anderen Dong da und nehmen ein farbenfrohes Bild mit. Malen ist seine große Leidenschaft und er wird besser und besser. Er hat seine Technik verfeinert. Normale Maler arbeiten flächendeckend, er benetzt die Leinwand wie ein Plotter – Linie für Linie, von rechts nach links, von oben nach unten – oder andersrum.

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Vor einigen Wochen habe ich ihn gebeten eine Kohlezeichnung anzufertigen. Die Vorlage zeigt Diana, seitlich im Gegenlicht. Er nahm den Auftrag an und grinste wie ein Honigkuchenpferd, als er ihr das Ergebnis überreichte. Diana war völlig geflasht. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie umarmte Thanh und ich zahlte für seine Arbeit. Stunden später war sie immer noch völlig sprachlos.

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Wir machten ein kleines Interview, für die Way of Ella DvD, die Ende des Jahres rauskommen soll. Ich frage, wie es ihm geht, wie er malt und ob er seinen Fans etwas sagen möchte. Thanh beantwortete die Fragen. Nur bei der letzten schaute er mich lange an und suchte mit seinen Augen nach eine Antwort. Fehlt Dir etwas, war meine Frage.

Es ging weiter. Wir fuhren zu Han und Hang.

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Die Geschwister sind Anfang 20. Hang, die ältere Schwester kann seit einigen Tagen kaum noch sitzen, geschweige stehen.

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Ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Han, kann sich nur noch hockend fortbewegen. Auf eigenen Beinen stehen und gehen funktioniert schon lange nicht mehr. Er sieht täglich, an seiner Schwester, sein Krankheitsbild in zwei Jahren.

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Beide haben Knochenentzündungen. Agent Orange ist auch hier der Auslöser. Ihr Papa ist damit in Berührung gekommen. Im Herbst 2012 ist er an vielen unterschiedlichen Krebsarten gestorben.

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Stars of Vietnam schaut regelmäßig vorbei und hat die Kosten der Medikamente übernommen. Ohne diese Hilfe wäre Hang schon nicht mehr da.

Ich schau an mir hinunter. Ich schaue Diana an. Wir denken beide dasselbe.

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(Fotos: Diana Otte)

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„Danke, dass ich lebe“, der Vortrag und der Staatsorden

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Das Telefon klingelte. Jürgen war dran. Lothar, kannst Du mal eben vorbeikommen? Ich brauche Deine Hilfe für den Ton. Ich sagte: Klar. Allerdings, wie soll ich zur Pizzeria kommen? Ich sitze hier bei Deinen Schwiegereltern und trinke Kaffee. Jürgen kurz und knapp: Dann kommst Du mit meinem Auto, ich bin ja hier mit dem Bike! Upps ok, ich bin ja schon durch China und auch Vietnam gefahren. Aber jedes mal nur mit dem Bike. Autofahren ist hier mega anstrengend und gefährlich. Alles drückt auf die Hupe, links/rechts wird überholt – manche kommen dir entgegen, die gehören nicht in diese Richtung. Aber egal, es ging um die Show Way of Ella. Ich also los und was soll ich sagen? Hupe funktioniert. Nach 15 min war ich da. Rechner angeschlossen, Mikros getestet – alles gut.

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Die ersten Gäste kamen. Ich saß draußen, schrieb meiner Mama. Vor mir setzte eine Vietnamesin den Helm ab und lächelte mich an. Die kenn ich doch, dachte ich. Jau – es war Hon (zwischen Jürgen und mir – rechts Huyen). Sie traf ich 2014 schon ein Mal. Damals bedankte sie sich bei mir mit den Worten: „Danke, dass ich lebe, denn ohne Dich wäre ich gestorben.“ Damals war mir mulmig – genau wie heute. Wieder bedankte sie sich. Leute, ich bin weder Chirurg noch ein Wunderheiler. Ich habe lediglich zur richtigen Zeit ein Posting gesetzt. Andere habe dann ihre Medizin bezahlt, für ihre Kinder gesorgt usw. Ich war und bin (und werde es immer sein) nur das kleine x zwischen den Menschen hier und in Deutschland. Mehr nicht. Bin nur ein Vermittler in Sachen Hilfe.

Hon bedankte sich, unter Tränen erneut. Ich war ergriffen.

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Es war soweit. Der Saal war voll. Leute aus der Geschäftswelt, aus der Politik, aus den USA und aus Irland waren da. Viel wichtiger aber – die Jungs und Mädels aus dem Blindenheim. Sie sangen, spielten Instrumente und hatten Spaß.

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Den Vortrag, ich sprach Englisch, übersetzte Ha ins vietnamesische. Die Gäste lachten nicht an meinen Stellen, außer Oscar aus den USA. Jedoch brüllte der Saal oft nach Has Übersetzung. Ich denke, sie hat manchmal das eine oder andere ausgeschmückt. Pause.

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Der Querflötenvirtuose Tuan Anh hatte seinen Auftritt. 2013 hörte ich ihn, in diesem stinkigen Schlafsaal im Kinderheim. Da ich selbst mal Querflöte gespielt habe – kann ich sagen, manche Töne waren nicht so klasse. Und heute? Hammer! Keine Ahnung woher er die Luft nimmt, wie er das macht? Super gefühlvolle Musik, mit Entertainereinlagen. Mittlerweile gibt er selbst Unterricht und war schon sehr oft im TV. Trotz seines Erfolges ist er auf dem Boden geblieben. Er studiert in Hanoi und unterrichtet im Heim – mein Respekt!

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Pause Ende. Lothar nach vorne. Wieso? Der Politiktisch stand auf. Wallende Worte – Ha übersetzte. Ich habe nur noch Fragmente im Kopf. Vorbild, selbstlos fremde Kinder unterstützen, lächelnde Kinder, Zukunft! und dafür bekam ich den Staatsorden. Ist das der Hammer? Da bin ich wieder beim kleinen x – der Schnittstelle zwischen hier und da. Aber egal. Nun hab ich Blech am T-Shirt und ne Urkunde in der Hand. Habe aber bei meiner Dankesrede im Namen vom Way of Ella Team gesprochen, weil ich hab das alles ja nicht alleine gemacht. Der zweite Teil lief rund, Applaus Applaus, Bier – fertig. Die Kids schlugen sich die Mägen voll mit Pizza und Spagetti.

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Morgen gehts zum Künstler Thanh. Er leidet durch Agent Orange an Glasknochen und sein Körper versteinert langsam. Er kann entweder nur stehen oder liegen. Lange wird er nicht mehr leben, dass weiß er. Dennoch malt er sehr intensive, lebensbejahende, farbenfrohe Bilder und er hat für Diana eine Überraschung. Auch werden wir das Geschwisterpaar besuchen, das sich nur noch sitzend bewegen kann. Die Schmerzen sind zu heftig, sie können weder stehen noch gehen.

Leid und Freude sind so nah, wie Tag und Nacht.

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(Fotos: Diana Otte)

 

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Vietnam – meine zweite Heimat

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Vorfreude ist ja bekanntlich Ihr wisst. Und genauso war es auch. Ich habe mich soooo auf Jürgen, Ha, Maya und natürlich Huyen gefreut. Nach 17 Stunden Flugzeit, waren da diese 4 Passkontrolleure. Diana war schon durch den Zoll – ich musste zurück. Irgendetwas stimmt nicht. Ok – liegt evtl. daran, dass ich vor wenigen Wochen in den USA war – oder es lag an der PassID – denn immerhin war dieses Dokument 2013 mein Freibrief in Vietnam (Way to Huyen). Also – kurz um, Diana holte die Koffer und traf Jürgen – ich stand mit den sich in Zeitlupe bewegenden Menschen, die Herr über die begehrten roten Stempel sind am Schalter und wartete. Knapp 2 Stunden. Dann löste sich das Rätsel. Mein Pass hatte nur noch 4 Monate Gültigkeit. Entweder ich zahle $140 oder der Flieger geht in 30 Minuten. Was habe ich wohl gewählt?

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Eine Stunde später kam Huyen an. Der erste Flug in ihrem Leben. Wir trafen uns nun schon zum dritten Mal. Unglaublich, wie erwachsen sie geworden ist. Aus dem Mädchen vom Feld ist eine hübsche, junge Frau geworden. Es gab Blumen, es gab Umarmungen und Fotos.

Auf dem Weg nach Hai Doung war es sehr still im Auto. Jürgen fuhr, Diana und Huyen schliefen, ich schaute durch das Fenster. Die Landschaft flog an mir vorbei – Erinnerungen schlichen sich ein. Die Luft, dieser Geruch ist anders als bei uns, viel intensiver. Zwischenstopp in Jürgens Pizzeria. DAS kalte Bier wartete auf mich und Hien – die gute Seele des Staff. Sie hat hier die Fäden in der Hand und wird in Huyens Leben eine wichtige Rolle einnehmen – später dazu mehr. Umarmungen, Küsse, liebe Worte und Fotos. Dann ein großer Teller Spagetti mit Gorgonzola und gebratener Salami.

Zeit für Geschenke. Ha hatte sich viele Kosmetiksachen von Nivea gewünscht, hier in Vietnam bekommt man nur eine minderwertige Qualität, Made in Thailand. Jürgen bekam Weißwurst und Salami, Maya Schokolade und Lesebücher. Und dann war da ja noch Huyen. Dianas Freundin Mina hat viele schöne Sachen aussortiert – alle in einem Topzustand. Tränen hatte sie in den Augen und wurde sehr ruhig.

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Hien sprach sehr lange und eindringlich mit Huyen. Huyen  ist mittlerweile 17 und besucht die Hochschule. Noch vor 8 Jahren arbeitete sie auf dem Feld, damit die Familie etwas mehr Geld für das tägliche Leben hatte. Das machen viele Kinder – Arbeiten statt Schule. Genau in dieser Zeit begann meine Patenschaft. 30 lächerlich Euro im Monat haben bewirkt, dass Huyen nun zur Schule gehen kann und eine Zukunft hat. Hien zeigte ihr den Weg. Huyen kann – in Absprache mit Jürgen und dem Verein Stars of Vietnam – in ein oder zwei Jahren hier eine Ausbildung machen. Erst im Restaurant, damit sie ihr Schüchternheit verliert und besseres Englisch lernen kann und später wird sie als Reisebegleiterin bei AEA (Jürgens zweites Standbein in Vietnam), den Vietnamesen und Ausländern Ihr Vietnam zeigen. Perfekt – vom Feldmädchen zur verantwortungsvollen Selbstständigkeit. Huyens Augen leuchteten.

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Der lange Flug, die Zeit im Restaurant und später in der Familie, merkten wir mittlerweile. Wir waren 36 Stunden auf den Beinen. Wir fielen wie Bambusstangen ins Bett.

Der nächste Tag. Frühstück mir Has Eltern, Jürgen, Maya und Katze. Es gab Kaffee, Brot und die von uns mitgebrachten Weißwürstl mit süßem Senf – Frühstück mal anders. Danach organisierten wir, auf dem Weg zum Kinderheim, einen Beamer und Leinwand, für die Vorstellung Way of Ella am Sonntag.

 

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Zwischenhalt: Das neue Blindenheim in Hai Duong. Unglaublich, was meine Augen sahen. Ich kenne das alte Gebäude, den Geruch nach Schimmel, Schweiß, Kot und Urin. Feuchtigkeit an und in den Wänden, die auseinander brachen. Das hier, war das Paradies für die behinderten Kinder. Der Duft von Reis und Gemüse stieg mir in die Nase. Frische Farben auf neuen Wänden, weiße Sanitäranlagen, freundliche Zimmer, sauber und einladend. Kindergesang aus dem großen Gemeinschaftsraum.

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Mr. Vy alias Mr. Crazy spielte Gitarre und die Kinder sagen laut in ein Mikro – andere spielten Trommel oder Klangstäbe. Sie hörten uns und wir waren umzingelt von wilden Händen.

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Ich traf auf Hoa (13). Sie hatte ich 2013 das erste Mal getroffen. Schüchtern, fast apathisch saß sie in der Ecke, Rotze lief ihr aus dem Mund, ließ niemanden an sich ran. 2014 sprang sie mir um den Hals, küsste mich und sagte I love you. Heute 2016 ist sie die große Schwester hilft Neuankömmlinge und kümmert sich um viel kleine und große Dinge. SIE hat eine Aufgabe bekommen, SIE ist etwas wert!! Und genau das ist das Anliegen von Stars of Vietnam. Den Kindern zeigen, sie sind etwas wert.

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Wir verteilten Schokolade und Oma Connys Schickimicki-Schmuck. Ketten, Armbänder, Ohrringe. Die Augen, auch die blinden, leuchteten wir ein Feuerwerk zu Silvester. Immer wieder befummelten und die Kids, nahmen uns in den Arm, setzten sich auf unseren Schoß. Wie spielten sehr lange miteinander. Huyen war auch völlig ausgewechselt – sie hatte Kontakt zu Menschen, denen es noch weniger gut ging als ihr – auch für Huyen war es eine neue Welt. Den ganzen Tag und auch gestern, sprach sie nur wenige Worte mit uns – sie war immer noch das scheue Reh das ich 2013 zum ersten Mal traf. Hier aber im Kinderheim blühte sie auf, spielte mit den Kindern, sang mit ihnen und kümmerte sich. Das wird ihre Richtung sein – Verantwortung! Ich bin so stolz – kann das niemals in Worte fassen.

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Anschließend schlenderten wir über den Markt – buntes Treiben – lebende Lebensmittel zwischen frisch geschlachteten und das bei über 33 Grad, ohne Kühlhaus – Gruß an die deutschen Behörden – es geht auch anders! Ich aß zum ersten mal frittierte Wachteleier – sehr lecker. Jedoch bei lebenden Würmern sagte ich (noch) nein.

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Es wurde Zeit die Show aufzubauen. Ab zum Restaurant. Beamer aufgebaut, eine riesige Leinwand in schwindelerregender Höhe angebracht – erster Probedurchgang. Ein Teil des Staff und ein paar Gäste schauten zu. Perfekt – Bild steht, Ton läuft, Pizza, Bier, Bett.

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Bett? Von wegen. Im Garten bei Oma und Opa hockten wir bis der Hahn krähte. Wir hatten eine tolle und sehr intensive Unterhaltung mit Florian und Caro. Die beiden machen freiwilligen Arbeit bei Jürgen und sind somit auch ins kalte Wasser geschmissen worden, weil in Vietnam kann man Pläne machen – die taugen aber nix. Besser ist es in eine angepeilte Richtung zugehen. Der Rest passiert. Wir redeten über das Kinderheim, über die Schmerzpatienten, über Tod und Leben und über die eigenen Lebenswege, die uns hier an den Holztisch gebracht haben. Und der Hahn krähte immer noch. Gute Nacht Vietnam – ich liebe meine zweite Heimat!

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(Fotos: Diana Otte, Steffen Hällmayr, Hien Sorbello)

 

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